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Sommer

Der Sommer beginnt mit Leere, mit belegten Zungen und nichts zu sagen. Du denkst: „Oh, die ineinandergeschichteten Scheiben blauen Himmels! Wie abgepackter Schmelzkäse.“ Der Sommer beginnt mit dem Wunsch, mit schwarzem Permamarker Wortmaterial an den Betonwänden zu deponieren, und der Sonne beim Trocknen zuzusehen. Der Sommer beginnt, indem er dir das Hirn ausschlürft. Zwei Schwalben machen dann August, und gegen den Schmerz gibt es belegte Brote und Techno. Die Wiesen sind auch in der Stadt unendlich. Die Wünsche sind zerschnitten und zu Girlanden geflochten, du selbst bist in Schleifen über all die Kapitalismen der letzten Jahrtausende drapiert, damit es schön aussieht. Und oh, die Arbeiter teeren die Straßen, und es gibt keinen Zebrastreifen mehr! August ist dann vergangen, und einsam trinkst du Red Bull im Schatten, zitternd an sämtlichen Gliedern.

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