Skip to content

Das iPhone und die Leere

Es gibt ein neues iPhone. Es wird immer ein neues iPhone geben. In Zukunft. Und es gibt eine Leere. Das iPhone liegt gut in der Hand. Auch die Leere. Liegt gut in der Hand. Und es wird sie immer geben. Und sie ist – sozusagen – ein Bild, ein riesiger Stapel von Wüstenklischees, der sich stapelt in keinen Räumen, weil er alles ist, was ist; und das iPhone hat eine Kamera.

Es gibt ein iPhone. Ein neues. In Zukunft. Wird es immer. Nur noch Neues geben. Und dazu die passende Leere. Und immer korrespondiert dem leeren Blick auch – sozusagen – jeweils eine abzuphotographierende Leere; so viele Gigabytes. So viele glitzernde Telephone, Telephonate … Soviel zu sagen. So schön: die Leere. Und es wird immer ein iPhone geben. Und jedes neue iPhone wird über eine bessere, ja, eine noch bessere Kamera verfügen – zum Abphotographieren der Leere. Und immer wird es eine Leere geben … Und in jedermanns Sammlung von Klischees das endlich nicht mehr verpixelte Antlitz des einen so sehr geliebten andern Menschen; in Ewigkeit.

Und das iPhone ist die Leere, und die Leere ist das iPhone. Und es liegt in unserer Hand: das iPhone. Liegt gut in unserer Hand. Und es wird das alles immer geben: die Wüste, das iPhone, die Leere. Immer neu. In Zukunft. Und alles ist synchronisiert, alles ist gespeichert – nichts ist verloren. Das iPhone liegt gut in der Hand. Und die Menschen lustwandeln, ein jeder eine makellose, unberührte Oberfläche, so rein wie ein blankpolierter Metallspiegel – sozusagen -, in den Kalifornischen Gärten. Und sie verschwimmen in der pazifischen Leere.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *
*
*