Skip to content

Ein bisschen Meinungsfreiheit

Der bekannte Freund der Freiheit Anatol Stefanowitsch spricht in einem Interview über Meinungsfreiheit bzw. Meinungsäußerungsfreiheit.

… Das klingt ja recht nett, man ist gegen „Menschenhass“ usw. Wer ist nicht gegen „Menschenhass“? Du, lieber Leser, bist doch nicht etwa für „Menschenhass“?! Na also … Kennt man jedoch die Realitäten, die hier in euphemistisch-offiziöser Sprache angedeutet werden („entsprechende Gegenreaktion“, „bestimmte Arten von Debatten einfach unterbinden“), dann weiß man, dass es Leuten wie Stefanowitsch eigentlich nicht darum geht, einen gewissen zivilisierten Umgangston zu wahren, Pöblern & Fanatikern Grenzen zu setzen usw. usf., sondern dass sie letzten Endes einfach – mit verschiedenen Mitteln – verhindern wollen, dass konservative Positionen (zB zu dem Verhältnis von Mann & Frau oder zur Einwanderungspolitik …) frei artikuliert & auch gehört werden können.

Die linke Position „Ich bin für Meinungsfreiheit, aber …“ funktioniert analog zu der Position des Klischee-Rassisten, der jede Wortmeldung mit der bekannten Floskel einleitet, weil man ja kein Rassist sein kann/darf … Genauso kann/darf man ja nicht offen „gegen Meinungsfreiheit“ sein. Was eigentlich gesagt werden soll, wird jedoch nach dem Aber gesagt oder wenigstens angedeutet. Eine Gesellschaft, die öffentliche Debatten nach den Vorstellungen linker bis linksradikaler Aktivisten gestaltet & begrenzt, kennt bald keine öffentlichen Debatten mehr, die diesen Namen verdienen.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *
*
*