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Die Lustlast

Sprache, du tust mir weh, schrieb
ein Sprachmensch & verabschiedete
sich in den Winter nach Auschwitz.

März/April wird kommen mit der Gleichgültigkeit
der Erlösten. Wir werden sprechen:
Frühling, 1. Blumen, die Sonne.

Früher gab es Feiertage. Heute
ist jeder Tag eine Feier der
Arbeit, des Fuckens, der

Lustlast. In den sinnlos freien
Städten, in denen Fabriken
sich in Fabriken verschachteln

& primär Trends produzieren.
Aus „Welt“ wurde die Summe sämtlicher
Infotainmentprogramme. Doch

mir geht es gut. Sprache, du
tust mir nicht weh, höchstens
lässt du mich kalt, wenn wir

gemeinsam altern, & ich bin
dir nicht treu, sondern gehe
zu Nutten aus Polen oder so.

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