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	<title>nicht nichts &#187; Politik</title>
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	<description>von Michael Bärnthaler</description>
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		<title>Sager (Irene Brickner vs. Richard Dawkins)</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 12:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[I Wenn ein Freiheitlicher oder anderer Rechtspopulist den Mund aufmacht Kommt oft ein so genannter Sager Heraus &#038; factual evidence In his view Is of no importance to people of faith Sager Sager that I dealt with near the beginning of The God Delusion Den zu erwartenden Unterstellungen In &#8220;Sager&#8221;-affinen Postings Widersprechend Ist festzuhalten Dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 26px">
I</p>
<p>Wenn ein Freiheitlicher oder anderer Rechtspopulist den Mund aufmacht<br />
Kommt oft ein so genannter </p>
<p>Sager </p>
<p>Heraus &#038; factual evidence<br />
In his view<br />
Is of no importance to people of faith</p>
<p>Sager<br />
Sager that I dealt with near the beginning of The God Delusion</p>
<p>Den zu erwartenden Unterstellungen<br />
In &#8220;Sager&#8221;-affinen Postings<br />
Widersprechend </p>
<p>Ist festzuhalten </p>
<p>Dass es sich bei der Familie um verzweifelte Menschen handelt &#038;<br />
I find it impossible to imagine such a warped view of reality</p>
<p style="margin-top: 26px">
II</p>
<p>Die dahinterliegende Kaltschnäuzigkeit<br />
Hat </p>
<p>In der rechtlichen Bestimmung<br />
Ihre Verankerung laut der<br />
Personen </p>
<p>In the quest to overcome religious fundamentalism superstition intolerance &#038; suffering<br />
Zur Mitwirkung bei Anordnungen der Verwaltung </p>
<p>Verpflichtet sind<br />
Ein Abschiebebefehl<br />
Ist ja nichts anderes<br />
And the Son of God</p>
<p>Wenn die Rechten über Ausländer ihren Zynismus ergießen &#038;<br />
Why shouldn&#8217;t I have a fictional redeemer if my faith is strong enough?</p>
 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=772&amp;md5=a3fa8779b6c09983cf345d0618c4bb47" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zweierlei Werbung</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 17:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/Foto-3.jpg"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/Foto-3.jpg" alt="" title="Foto (3)" width="600" height="800" class="alignleft size-full wp-image-485" /></a></p>
<p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/Foto-4.jpg"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/Foto-4.jpg" alt="" title="Foto (4)" width="600" height="800" class="alignleft size-full wp-image-486" /></a></p>
 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=484&amp;md5=3408d067c8fe84e78b3dde6e429a4b61" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Empörungen, Diskurse, Vergewaltigungen. Anmerkungen zu Stéphane Hessels Bestseller</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 16:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[I Da stehe ich also vor der Buchhandlung und sehe im Schaufenster Stéphane Hessels Broschüre &#8220;Empört euch!&#8221;, zweifellos einer der merkwürdigsten Bestseller der letzten Jahre. Ich habe natürlich den relativen Hype um diese sogenannte Streitschrift mitbekommen, einige Rezensionen gelesen, den Autor vielleicht irgendwann gegoogelt. Nun beschließe ich aber, vielleicht wegen irgendeines Tweets im Hinterkopf, diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 26px">
I</p>
<p>Da stehe ich also vor der Buchhandlung und sehe im Schaufenster Stéphane Hessels Broschüre &#8220;Empört euch!&#8221;, zweifellos einer der merkwürdigsten Bestseller der letzten Jahre. Ich habe natürlich den relativen Hype um diese sogenannte Streitschrift mitbekommen, einige Rezensionen gelesen, den Autor vielleicht irgendwann gegoogelt. Nun beschließe ich aber, vielleicht wegen irgendeines Tweets im Hinterkopf, diese Broschüre zu lesen und vielleicht darüber zu schreiben. Ich betrete die Buchhandlung, halte des alten Resistance-Kämpfers Empörung in Händen, empfinde deswegen einen Anflug von Scham der Buchhändlerin gegenüber &#8230; Denkt sie, auch ich wäre empört? Hält sie mich für einen Fan? Einen Humanisten? Ich bezahle.</p>
<p style="margin-top: 26px">
II</p>
<p>Umfangreich ist die Broschüre wirklich nicht, die knapp zwanzig Seiten sind rasch konsumiert, und die Botschaft kommt an: Wir haben uns zu empören. Der Ungerechtigkeit wegen. ATTAC hat es ja immer schon gesagt. Stéphane Hessel ist ein sympathisch wirkender älterer Herr, zudem mit dem Prestige des Résistance-Kämpfers ausgestattet: Man würde sich ja irgendwie schon gerne empören, wenn er das von einem erwartet. Ihm zuliebe. Aber schwerer als die persönliche Zuneigung zu fremden älteren Männern wiegen natürlich die Argumente, die im Rahmen einer nüchternen Analyse zu bewerten und gegeneinander abzuwägen sind. Sollen wir uns also empören? Wenn ja, worüber? Und was ist das überhaupt: Empörung?</p>
<p style="margin-top: 26px">
III</p>
<p>Monsieur Hessel ist empört: über &#8220;die internationale Diktatur der Finanzmärkte&#8221; (S. 10), &#8220;die Massenkommunikationsmittel, die unserer Jugend keine andere Perspektive bieten als den Massenkonsum&#8221; (S. 21), &#8220;die maßlose Konkurrenz aller gegen alle&#8221; (S. 21) &#8230; Am meisten aber, so formuliert er selbst, über &#8220;die Verhältnisse in Palästina&#8221; (S. 16). Sein Ziel ist gewaltloser Widerstand, in der Tradition von Gandhi und Martin Luther King. Dass der Nahostkonflikt ihn besonders beschäftigt, ist vielleicht symptomatisch, aber wohl auch historisch verständlich. Die, anhand der drei Zitate rasch skizzierte, Hesselsche Beschreibung einer Welt, die zur Empörung Anlass gibt, ist freilich ein in der linken, kapitalismuskritischen Literatur weitergereichtes Klischee, ja, man könnte sagen: ein literarischer Topos, um dessen analytische Kraft es nicht gerade bestens bestellt ist. Aufputschende Rhetorik, freilich gut geeignet zur Auslösung von Affekten wie Empörung und Zorn. Es stimmt wohl, dass die Steuerungsfunktion internationaler Märkte in manchen Fällen als eine Art Diktatur quasi-objektiver Kräfte erfahren wird, doch wer wüsste von einer sanfteren Diktatur zu berichten? Und jede mögliche Ordnung beruht zu einem gewissen Teil auf Zwang. Über die Gestaltung der konkreten Rahmenbedingungen für die viel gescholtenen internationalen Finanzmärkte ist eine sachliche, empirisch fundierte Diskussion zu führen. Aufrufe zu tendenziell immer unkontrollierter Empörung führen zu nichts. Wie wäre es stattdessen mit einem Aufruf zur Vernunft?</p>
<p>Die holzschnittartige Kritik an Massenkommunikationsmitteln und Massenkonsum nimmt im 21. Jahrhundert ja ohnehin niemand mehr ernst. Man könnte Stéphane Hessel, der freilich einer anderen Generation angehört, hier mit den Worten Bruno Latours entgegnen: &#8220;[Wir sind] inmitten der Wissenschaften geboren, wir haben nur Frieden und Wohlstand gekannt, und wir lieben &#8211; muß man es gestehen? &#8211; die Technik und die Konsumobjekte, auch wenn die Philosophen und die Moralisten der vorigen Generationen uns raten, sie zu verabscheuen.&#8221; (Bruno Latour: Wir sind nie modern gewesen. S. 168) Wir sind nicht so entfremdet, wie manch linker Romantiker glauben mag. Wir sind glücklich. Im Kapitalismus. Und ja, wir konkurrieren gerne miteinander, unter fairen Rahmenbedingungen und auf eine oft auch spielerische Weise; denn das haben Menschen immer schon getan. Konkurrenz ist eine effiziente Weise der Kooperation.</p>
<p>Wer nur auf die Klischees starrt, die Hessel hier weiterreicht, und die er zur Grundlage seines Aufrufs zur Empörung macht, der wird nicht viel von unserer Welt erkennen. Und er wird diese Welt nicht lieben können. Er wird vielmehr &#8211; empört sein.</p>
<p style="margin-top: 26px">
IV</p>
<p>Hessel entfaltet auf knappe und prägnante Weise das Panorama jener linksliberalen Klischeewelt, die anderswo komplexer oder diffuser dargestellt wird. Es ist die größte Stärke seines Textes, diesen gutmenschlichen Diskurs, der wesentlich aus einer Beschreibung der Welt, wie sie angeblich ist (siehe III), sowie einem daraus folgenden Aufruf, sich zu empören (Titel der Broschüre), besteht, in dermaßen komprimierter und klarer Form darzustellen, dass einem die Augen aufgehen. Hessel liefert uns gleichsam die Quintessenz aus jener langen Geschichte von linkem Humanismus, selbstgerechter Kritik und geiler Empörung, die immer skurrilere Formen annahm, je dominanter sie im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde. Er präsentiert uns, in etwas altmodischer und sehr gedrängter Darstellung, den moralischen Herrendiskurs des 20. sowie des beginnenden 21. Jahrhunderts, der freilich heute an Selbstverständlichkeit zu verlieren beginnt. Zentral für diesen Diskurs sind die hysterische Kapitalismuskritik, der europäische Selbsthass, welcher bisweilen zu einer Art negativem Eurozentrismus wird, sowie die Überzeugung, in einer, wie es ja auch bei Marx heißt, &#8220;verkehrten Welt&#8221; zu leben. Der Glaube an diese Entfremdung ist zu überwinden. Wir sind glücklich. Im Kapitalismus. Der Erfolg von Hessels Broschüre ist sicher auch damit zu erklären, dass er diesen Herrendiskurs, der untrennbar mit dem Glauben an die Entfremdung verbunden ist, bündelt und, über seine Biographie, direkt mit dem historischen Widerstand gegen Hitler verbindet. Denn der Kampf gegen (reale und imaginäre) Nazis ist fundamental für den Diskurs des guten, kritischen, empörten Menschen unserer Zeit. Der moralische Herrendiskurs ist zu überwinden &#8211; nicht weil es keine Missstände in der Welt gäbe, sondern weil dieser Diskurs die Welt selbst, wie sie ist, als Missstand beschreibt. Innerhalb des linksliberalen Diskurses ist keine Affirmation möglich.</p>
<p>Wir aber wollen, auf einer fundamentalen Ebene, Ja sagen. Wir wollen uns nicht empören, weil wir die Hesselsche Empörung für einen eher schädlichen Affekt halten, der den Geist trübt und keinen Spaß macht. Wenn wir wollen, können wir uns für die Abschaffung dieses oder jenes Missstandes einsetzen, aber wir weigern uns, <em>die Welt</em> als einen Missstand zu sehen, und wir wollen uns ganz sicher nicht primär im Modus der Empörung mit ihr arrangieren. Denn wir sind glücklich. Im Kapitalismus.</p>
<p style="margin-top: 26px">
V</p>
<p>Der moralische Herrendiskurs vergewaltigt unsere Seelen. Er zwingt uns zu fühlen, was wir nicht fühlen können: allgemeine Empörung. Insofern ist Hessels Aufruf auch anmaßend. Es ist nicht der Kapitalismus, der uns <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mUU1Qb0nZbU">vergewaltigt</a>, sondern das Fühlenmüssen, die uns aufgezwungene Attitüde der Dauerempörung, die internationale Diktatur der Moral &#8230; Stéphane Hessel, den ich wirklich für einen sympathischen Mann halte, wenn ich auch in vielem anderer Meinung bin, beschließt seinen Text mit der Formel: &#8220;Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen.&#8221; (S. 21) Und Neues schaffen müssen wir. Vielleicht werden wir auch manchmal Widerstand leisten müssen. Aber, wie vielleicht durch diese Anmerkungen klarer geworden ist: Das Sich-Einfügen in den moralischen Herrendiskurs vermittels der stereotypen Figur des Widerstand-Leistens (&#8220;&#8230; Haider, Schüssel an die Wand!&#8221;) führt eben nur dazu: zur Eingliederung. Vielleicht auch zu einem kleinen Unglück. Jedenfalls aber nicht dazu, dass wirklich Neues entstehen. </p>
<p style="margin-top: 26px">
VI</p>
<p>Das Neue entsteht außerhalb der stereotypisierten Empörungen, der altbekannten Diskurse, der sanften Vergewaltigungen, wie sie in Hessels Aufruf zur Empörung sich verdichten. Das Neue entsteht außerhalb des moralischen Herrendiskurses.</p>
 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=361&amp;md5=1e33f5ee5d869d70a15fdb9436907333" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wieder Betätigung</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 18:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=342&amp;md5=e8aca0605869950ef3f86f9b614374cf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Untergang des Morgenlandes</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 13:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dann gehen wir also gemeinsam unter. Zumindest wenn man Hamed Abdel-Samad Glauben schenkt. Vereint im Untergang, es gilt auch hier: &#8220;Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen: Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.&#8221; (Goethe)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dann gehen wir also gemeinsam unter. Zumindest wenn man <a href="http://www.amazon.de/Untergang-islamischen-Welt-Eine-Prognose/dp/3426275449">Hamed Abdel-Samad</a> Glauben schenkt. Vereint im Untergang, es gilt auch hier: &#8220;Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen: Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.&#8221; (Goethe)</p>
 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=233&amp;md5=5a6af7149070fc62848ea64fcca66bf8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sozialkritische Kunst</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 15:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/014.jpg"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/014-768x1024.jpg" alt="" title="014" width="768" height="1024" class="aligncenter size-large wp-image-227" /></a></p>
 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=226&amp;md5=38566e25e483a841768b99bdc1b38a41" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Untergang des Abendlandes</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 15:51:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abendland]]></category>
		<category><![CDATA[Affirmation]]></category>
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		<category><![CDATA[Untergang]]></category>

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		<description><![CDATA[I &#8220;Das Abendland geht unter.&#8221; &#8220;Was, schon wieder?&#8221; &#8220;Ja, die wilden Horden aus dem Osten, du weißt schon.&#8221; &#8220;Ach so.&#8221; II Auch wenn so mancher das Gefühl haben mag, ein Thema wie den Untergang des Abendlandes könne man nur noch humoristisch behandeln, und man könne den Titel dieser Skizze als Prognose ohnehin nicht ernstnehmen, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 26px">
I</p>
<p>&#8220;Das Abendland geht unter.&#8221;<br />
&#8220;Was, schon wieder?&#8221;<br />
&#8220;Ja, die wilden Horden aus dem Osten, du weißt schon.&#8221;<br />
&#8220;Ach so.&#8221;</p>
<p style="margin-top: 26px">
II</p>
<p>Auch wenn so mancher das Gefühl haben mag, ein Thema wie den <em>Untergang des Abendlandes</em> könne man nur noch humoristisch behandeln, und man könne den Titel dieser Skizze als Prognose ohnehin nicht ernstnehmen, so bleibt doch festzuhalten: Wir Europäer leben in den Ruinen von etwas.</p>
<p>In den Ruinen von Weltmacht, in den Ruinen von Klassik und Avantgarde, in den Ruinen gleich mehrerer Hoffnungen. Ein Kontinent als Freiluftmuseum, <em>to various degrees</em>. Man hat das <em>Postmoderne</em> genannt, und auch die so genannte <em>Moderne</em> ist ja, parallel zu ihrer Interpretation als Ära des Fortschritts, immer schon auch als eine Zeit des Verfalls und des Verlusts aufgefasst worden. Vielleicht kann man rückblickend, gewisse Unschärfen in Kauf nehmend, <em>Auschwitz</em> als den ultimativen Bruch und Wendepunkt zwischen <em>Moderne </em> und <em>Postmoderne</em> verstehen. Freilich gibt es auch sehr viel Kontinuität über <em>Auschwitz</em> hinweg und durch <em>Auschwitz </em> hindurch.</p>
<p>Denn auch bezüglich des <em>Untergangs</em> gilt: Man kann, ist man auch schon untergangen, immer noch ein bisschen tiefer sinken, <em>weiter untergehen</em> gleichsam; zumindest solange man noch <em>nicht nichts</em> ist. Thilo Sarrazin, der mir ein recht sympathischer Mann zu sein scheint, hat nun ein Buch geschrieben, das schon im Titel von der <em>Abschaffung Deutschlands</em> kündet. Deutschland freilich steht und fällt mit Europa, und Europa steht und fällt mit Deutschland &#8211; das gilt in wirtschaftlicher, kultureller und politischer Hinsicht und findet derzeit seinen institutionellen Ausdruck in der Existenz der EU. </p>
<p>Es geht also um dieses merkwürdige Abendland, und seinen weiteren, womöglich endgültigen Untergang. Die angebliche oder auch tatsächliche Bedrohung durch <em>wilde Horden aus dem Osten</em> lässt sich &#8211; nicht nur Sarrazin zufolge &#8211; präzisieren als Bedrohung durch den Islam als politische Religion mit einer offenen Flanke zu terroristischem Fundamentalismus. Sein Einfluss nimmt zu mit dem Wachstum der muslimischen Minderheiten in sämtlichen wichtigen europäischen Ländern. Das Wachstum einer viel zitierten <em>abgehängten Unterschicht</em>, die sich zu einem signifikanten Teil überschneidet mit der Gruppe der muslimischen Einwanderer, wird von Sarrazin außerdem als besonderes Problem hervorgehoben. Der dritte Aspekt, zentral für jede Theorie der Dekadenz, ist der Verlust des Selbstbehauptungswillens, der, so wiederum nicht nur Sarrazin, in weiten Kreisen der autochthonen Bevölkerung des jüdisch-christlich-griechisch-römisch geprägten Europas, insbesondere im Milieu der gebildeten, liberalen Elite, zu beobachten sei. Weshalb wir auch kaum noch Kinder bekommen.</p>
<p>So kommt also dieser <em>début de siècle</em> im Gewand eines <em>fin de siècle</em> daher, und der Zeitgeist scheint auf der politischen Skala von links immer weiter nach rechts zu wandern, wenn auch in den Medien noch der linksliberale Konsens der Jahrtausendwende den Ton angibt. Die Ängste der Bevölkerung sind real. Die Angst &#8211; und die Angstlust &#8211; vor dem eigenen Untergang haben in Europa ja, wie bereits angedeutet, eine lange Tradition; das ist vermutlich in jeder hochstehenden Zivilisation so. Das Barbarische, das Wilde, ist, ebenso wie das Böse, immer nah; es lauert im Fremden wie im Eigenen.</p>
<p>Wir leben in den Ruinen von etwas. In Europa. Was aus den Ruinen wird, wissen wir nicht. Aber der Verdacht liegt nahe, dass der Weltgeist, um mit einem alten Europäer zu sprechen, weitergezogen ist. Gen Westen natürlich. Vielleicht setzt er gerade zur Pazifiküberquerung an.</p>
<p style="margin-top: 26px">
III</p>
<p>Michel Houellebecq, den ich ebenfalls für einen recht sympathischen Mann halte, hat einen neuen Roman veröffentlicht: <em>La carte et le territoire</em>. Es geht darin unter anderem auch um die Transformation Europas in ein Freilichtmuseum für chinesische Touristen. Und es geht um das Sterbenlernen und Sterbenkönnen, sowohl auf individueller als auch auf kontinentaler Ebene. Die zentrale Stellung des Todes hinsichtlich unserer jeweiligen individuellen Existenz als <em>Mensch</em> ist trivial. Aber auch Kulturen sterben, verschwinden, <em>gehen unter</em>. Überdauern in rudimentärer Form vielleicht in einem Museum, in Ruinen, als touristisches Angebot auf dem Weltmarkt &#8230; </p>
<p>In Houellebecqs bis dato sanftestem Roman ist Europa <em>als Europa</em> gestorben, sanft entschlafen; und die Menschen leben und sterben ebenso sanft in den Ruinen der <em>Moderne</em>, ja selbst in denen der <em>Postmoderne</em>. Etwas ist vorbei, etwas ist nicht mehr, ist vorübergegangen. Wir haben uns abgeschafft. Es ist nicht so schlimm. Vielleicht können wir, als Individuen wie als Kontinent, von Houellebecqs Roman lernen, wie man lebt und stirbt, wenn man eigentlich schon gestorben ist. Ein sanftes Glück, ein sanfter Stil; und es wird nicht nötig sein, Europa gegen die <em>wilden Horden aus dem Osten</em> zu verteidigen &#8211; zumindest nicht in einem Maße, das den Frieden, den späten Frieden, der sich über unseren Kontinent senkt, großartig stören würde.</p>
<p style="margin-top: 26px">
IV</p>
<p>Der Abfall, in den Sonnenuntergang gestellt.</p>
<p style="margin-top: 26px">
 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=166&amp;md5=45036d50ac7ab146873488c876d659a0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>2010</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 13:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abendland]]></category>
		<category><![CDATA[Affirmation]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Untergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein spätes neokonservatives Glänzen Auf Den abendländischen Ruinen Eine Ruhige Akzeptanz und ein exakter Scheitel Facend den Sonnenuntergang über der Ebene Zynisch Das Ende von trotzdem und kritik Und Am versprengten Himmel die Phrasen der Vernunft]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 26px">
Ein spätes neokonservatives Glänzen<br />
Auf<br />
Den abendländischen Ruinen<br />
Eine</p>
<p>Ruhige Akzeptanz und ein exakter<br />
Scheitel<br />
<em>Facend</em> den Sonnenuntergang über der Ebene<br />
Zynisch</p>
<p>Das Ende von <em>trotzdem</em> und <em>kritik</em><br />
Und<br />
Am versprengten Himmel die Phrasen der<br />
Vernunft</p>
 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=174&amp;md5=d7a84628c025d30f7b2c52c958767e76" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rebel With(out) a Cause</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 05:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Photos]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rebellion]]></category>

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		<description><![CDATA[Der sympathische ältere Herr, den Sie hier sehen &#8230; &#8230; wird, zumindest diesem Plakat zufolge &#8230; &#8230; auch am neuen Salzburger Hauptbahnhof zum Rauchen nicht extra in die Raucherzone gehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der sympathische ältere Herr, den Sie hier sehen &#8230;<br />
<a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/IMG_03451.jpg"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/IMG_03451-768x1024.jpg" alt="" title="IMG_0345" width="768" height="1024" class="aligncenter size-large wp-image-130" /></a><br />
&#8230; wird, zumindest diesem Plakat zufolge &#8230;<br />
<a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/IMG_0346.jpg"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/IMG_0346-1024x768.jpg" alt="" title="IMG_0346" width="1024" height="768" class="aligncenter size-large wp-image-127" /></a><br />
&#8230; auch am neuen Salzburger Hauptbahnhof zum Rauchen nicht extra in die Raucherzone gehen.<br />
<a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/IMG_03471.jpg"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/uploads/IMG_03471-768x1024.jpg" alt="" title="IMG_0347" width="768" height="1024" class="aligncenter size-large wp-image-131" /></a></p>
 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=125&amp;md5=6c3e6ad997bdbd3b1783e3e5a0e2ab18" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>ÖVP-Bashing</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 13:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[ÖVP]]></category>
		<category><![CDATA[Polemik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ÖVP ist böse. Neuestes Beweisstück. Natürlich ist dieses Plakat &#8220;verlogen&#8221; und &#8220;bürgerlich&#8221; (siehe Link!) &#8211; zwei Adjektive, die man zur Beschreibung der ÖVP stets bei der Hand haben sollte. Die ÖVP ist im Grunde wie die FPÖ, nur eben &#8220;verlogener&#8221;, weniger aufrichtig, also eigentlich fast noch schlimmer, nicht wahr? Dass auf dem Plakat eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ÖVP ist böse. Neuestes <a href="http://avin.soup.io/post/61613624/VP-Plakat-Wieder-mal-unter-aller-Sau">Beweisstück</a>.</p>
<p>Natürlich ist dieses Plakat &#8220;verlogen&#8221; und &#8220;bürgerlich&#8221; (siehe Link!) &#8211; zwei Adjektive, die man zur Beschreibung der ÖVP stets bei der Hand haben sollte. Die ÖVP ist im Grunde wie die FPÖ, nur eben &#8220;verlogener&#8221;, weniger aufrichtig, also eigentlich fast noch schlimmer, nicht wahr? </p>
<p>Dass auf dem Plakat eigentlich nur eine Selbstverständlichkeit, vielleicht auf ungeschickte, etwas aufdringliche Art und Weise, mit polemischem Unterton, festgehalten wird &#8211; wen interessiert das? Dass sogar dieser polemische Unterton gerechtfertigt sein könnte, wenn die Selbstverständlichkeit, dass die Beherrschung der deutschen Sprache für das Leben in Österreich essentiell ist, nicht allgemein als Selbstverständlichkeit anerkannt wird &#8211; bitte, was?? Das ist ein böses ÖVP-Plakat! Schau, da steht&#8217;s ja: &#8220;am besten auf deutsch&#8221;! Wie &#8220;hinterfotzig stimmungsmachend&#8221;! Sind wahrscheinlich auch alles verkappte Deutschnationale! Außerdem beherrschen sie ihre eigene Sprache nicht, ist ja alles klein geschrieben &#8230;</p>
<p>Und, außerdem, zwei Wörter: Engelbert Dollfuß.</p>
 <p><a href="http://xn--brnthaler-v2a.net/?flattrss_redirect&amp;id=74&amp;md5=32457891fb594538fe42a44904e97d37" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://xn--brnthaler-v2a.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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