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Der Bär

Dennett on Philosophy

Philosophy has been the chief academic home of meta-representation for several thousand years. It can be alternatively gripping and amusing to watch Plato and Socrates, and later Aristotle, struggling so cleverly with the quite novel task of trying to understand everything, including the very state of understanding itself. The reflective steps – examining the meaning of meaning, the understanding of understanding, using words to analyze words – eventually led to the recognition that, as Doug Hofstadter and I once put it, „Anything you can do I can do meta.“ It doesn’t always yield insight, and sometimes threatens to lose the participants in a hall of mirrors with no clear anchoring in the real world, but such are the excesses of a meme (a meta-meme) of tremendous power.

(Daniel Dennett: From Bacteria to Bach and Back. The Evolution of Minds)

lol

Der Lehrer streicht ihr die Lippen
mit Rotstift an. Sie sieht den Fehler nicht.
Sie fragt: End of History, was ist das?

Das sind wir, jeden Tag. Sie lutscht
an seinem Finger, nuschelt: Und es geht immer
weiter, bis nix mehr geht.

Send tweet

In der Stille zwischen den Häusern
der Stadt, die im Hochsommer wie eine Brust-
Warze erregbar, dudelt ein Klingelton
aus vergangener Zeit. Wie der Todesschrei
einer Katze, erleichtert ein Penner, end-
trunken, sich schamlos gegen die weiß-
gestrichene Wand. Untrinkbar warm
ist dem Kranken sein Saft, der doch, wie er weiß,
all die göttlichen Vitamine enthält.

Bäume

Ich bin in den Bäumen, die sieden im Wind.
Wo sonst?
Die katzbuckelnd sich schmiegen
ins Lied. Denn was sonst?
Die wiegend sich fügen ins Leid.
(Und so weit, weiter, fort.)

Existence

Today, OREO Cookie tweeted:
Trans people exist.
And I don’t know, I just don’t know …

You talking to me?
You talking to me?
I wish that I was born a thousand years ago.

Actually, I don’t.
I don’t know where I’m going.
Away from the big city?

Where a man cannot be free?
I ain’t got to care.
And I guess I just don’t know, I just don’t know.

Wolfgang Herrndorf über Kunst

In 200 Jahren wird außerdem völlig klar sein, dass die Spitzenleistung der bildenden Kunst der Jahrtausendwende Grand Theft Auto war und nicht dieser subventionierte Nachdenkquatsch in zehn Meter hohen Hallen, hergestellt von Leuten mit drei Zahnrädern im Gehirn und begutachtet von Leuten ohne ein einziges.

[…]

Nach der Höllenfahrt
sitzt man im Gart-
en. Na-na-na-na-na.
Leben heißt Lernen
und Warten. Da-da.
Kennst du alle Vitamine?
Präsidenten? Ziele?
Auf Verzweiflung folgt was andres
als Verzweiflung. Panta
rhei, lol. Gemütlichkeit.
Das Leben ist das Leben,
na-na-na-na-na. (Hehe.)

Mmm-mmm

Das Leben sperrig
im Leben. In mir wird helles Holz geschlagen.

Steht ein Möbel
unmöglich.

Am Ende des Tages lieben wir die Nacht

„Was inspiriert Sie?“
„Pornos.“
„Die Schönheit der Natur?“
„Ist ihre Grausamkeit.“
„Was möchten Sie den Menschen sagen?“
„Nichts. Oder dass es nichts zu sagen gibt.“

Still, Leben!

Wir haben viel erlebt, u. a.
Uns selbst (Warum?).
In mittelmäßigem Herbstlicht
Liegen die prallen Früchte,
In all ihren Herz- und Hautfarben,
Auf glänzenden Präsentiertellern
Vor unsren Augen,
Vor unsren Händen.
Und wir befürchten ihr Platzen
Und sehnen es herbei.

Dass Scheitern der menschliche Normalzustand sei,
Hat die Mutter ihrem Kindlein nicht gesagt.
(Warum auch?)
Im Licht eines Herbstes,
In dessen Ecken und Enden
Verwaschene Astern
Und alte Sprichwörter
Wie kleine, braune Nüsse
Ein Auslangen finden,
Begafft die Menge ihrer Hände Arbeit Früchte.

Betatscht ein alter Mann noch einmal
Apfelpo und Birnenbrüste
In einem Separee. Verläuft sich
Wohl ein Kind, so klein und dumm,
Im menschlichen Getümmel.
Und die karottigen und Kürbisfarben
Schmecken uns wie alte Fragen,
Die bekanntlich ohne Antwort sind.
(Warum? Wie geht’s? Wie steht’s?)
Überwunden ist der Hoffnung Grün.