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Category Archives: Literatur

Singsang

nique la police steht auch in wels auf einer mauer und emanzipierte frauen – er meinte es ironisch doch entblößte seine seele wir weinten dann gemeinsam weil es tragisch schien distinktionsgebärden hat nur nötig wer ein hurensohn ist – japaner aber schwarzes haar die kreative klasse ist – en tant que classe – kaum auszuhalten [...]

Aus einem alten Moleskine

von Michael Bärnthaler

Requiem für ein Gefühl

Die Golden Arches glühen in der Dämmerung wie die Installation eines zeitgenössischen Künstlers. In Ägypten reinigt die Revolution das Land und macht es bereit für die Machtübernahme der Muslimbruderschaft. In klammen Händen halte ich einen Cheeseburger mit Bacon. Ich denke: Ich sehe der liberalen Welt beim Sterben zu. Es ist kalt, die Kälte kriecht, trotz [...]

Europa

I Ich bin durch die klirrenden Straßen Gegangen Mit dem Lockenkopf den eisigen Boden Pflügend Ich bin durch kältestes Nougat Und Die Flure von Abtreibungskliniken Wie ein Messer durch Schwarzbrot oder Kuchen Hindurch- Gegangen II Ich suchte Europa wie Ein Kind das steht und wandert Stumm Und statt zu fragen sich Den Schädel blutig haut [...]

Das iPhone und die Leere

Es gibt ein neues iPhone. Es wird immer ein neues iPhone geben. In Zukunft. Und es gibt eine Leere. Das iPhone liegt gut in der Hand. Auch die Leere. Liegt gut in der Hand. Und es wird sie immer geben. Und sie ist – sozusagen – ein Bild, ein riesiger Stapel von Wüstenklischees, der sich [...]

Apfelstrudel

Dem sinnlosen Opfertod Im Kleinsten also in Handkes für einen Cheeseburger gekrümmtem Finger Nachspüren nicht aber LEERE Den Empfindungen oder der Natur oder dem Ich Sondern Objekten die Wie Auf dem Balkon arhythmisch die Ameisen eigene Wege Gehen Dem sinnlosen Opfertod Im Kleinsten also in Handkes für einen Cheeseburger gekrümmtem Finger Nachspüren nicht aber LEERE [...]

Klage

Vater ich schmecke die Milch im Tee Und die Amsel im herbstlichen Garten Indes rechte Recken stramm ewiggestrig Über die Plätze der Altstadt flanieren Ich habe die goldene Uhr doch poliert Mit menschenverachtender Sorgfalt und Stramm ideologisch doch auf und ab gehe Ich vor den hohen Fenstern verzweifelt Wir sprachen ihn doch an den Hintergrund [...]

Sommer

Der Sommer beginnt mit Leere, mit belegten Zungen und nichts zu sagen. Du denkst: „Oh, die ineinandergeschichteten Scheiben blauen Himmels! Wie abgepackter Schmelzkäse.“ Der Sommer beginnt mit dem Wunsch, mit schwarzem Permamarker Wortmaterial an den Betonwänden zu deponieren, und der Sonne beim Trocknen zuzusehen. Der Sommer beginnt, indem er dir das Hirn ausschlürft. Zwei Schwalben [...]

Die Schleife der Jahre

Freilich so sie Sei Der Begriff des Erhabenen bei dem Gemüseverkäufer auf der anderen Straßen- Seite Und nicht in meinen Augen spielt Das Kind Mit zuckersüßer Scheiße jeden Tag und jeden Tag und Jeden Tag gehe ich einkaufen in denselben Super- Markt Seit Jahreszeiten schon und seine Farben seine Farben sind Gelb Und Rot Freilich [...]

Flugzeugträger die wie Regentropfen fallen

Dann aber sah ich ihre Augen rote feine Tropfen Nadeln Scharf im überfischten Meer Und ich zog keinen toten keinen seidenen japanisch Ziselierten Fisch an Land I Meinen Auftraggebern korrelierte ein neurotisch Zucken In entrenkten Gliedern Sie baten mich zu schweigen von den Taten Ihren Fragen all den harten Überwältigend bricht dennoch nichts mehr über [...]