Skip to content

Category Archives: Literatur

Silvester

There’s plenty of meaning on
Youporn
Und absolut Hammer cool story
Bro

Gewaltig endet so das
Jahr
Erstreckt sich die Eisdecke über
Fakten

Ganz ohne Zweifel
Kommt
Ein neues Jahr ganz ohne Zweifel sind wir alle
Für immer da

Einfall

I

Zerschlage diese Gewerk-
Schaft
Und füttere mir den puren
Zucker

In mein Hass- und
Zucker-
Goscherl aber liebe-
Voll

Bis zum Anschlag
Ich
Will dich dabei schreien
Hören

II

Dann werden wir
Be-
Friedigter spazieren gehen
Im Park

Singsang

nique la police
steht auch in wels
auf einer mauer
und emanzipierte frauen –

er meinte es ironisch doch
entblößte seine seele
wir weinten dann gemeinsam
weil es tragisch schien

distinktionsgebärden
hat nur nötig
wer ein hurensohn ist –
japaner aber schwarzes haar

die kreative klasse
ist – en tant que
classe – kaum auszuhalten
man schläft auch nicht mit clowns

der filmasiate schreit
ins telefon im speisewagen
trotz verbot er …

Aus einem alten Moleskine

Requiem für ein Gefühl

Die Golden Arches glühen in der Dämmerung wie die Installation eines zeitgenössischen Künstlers. In Ägypten reinigt die Revolution das Land und macht es bereit für die Machtübernahme der Muslimbruderschaft. In klammen Händen halte ich einen Cheeseburger mit Bacon. Ich denke: Ich sehe der liberalen Welt beim Sterben zu. Es ist kalt, die Kälte kriecht, …

Europa

I

Ich bin durch die klirrenden Straßen
Gegangen
Mit dem Lockenkopf den eisigen Boden
Pflügend

Ich bin durch kältestes Nougat
Und
Die Flure von
Abtreibungskliniken

Wie ein Messer durch Schwarzbrot oder
Kuchen
Hindurch-
Gegangen

II

Ich suchte Europa wie
Ein
Kind das steht und wandert
Stumm

Und statt zu fragen sich
Den
Schädel blutig haut
An

Diesem oder jenem Stück Metall
Und
Nirgends ist Europa nirgends ist die
Welt

III

Sprachlos und kalt und Groß-
Deutschland
Mauern aus sorgsam ineinandergeschichteten
Tränen

Und vielleicht war …

Das iPhone und die Leere

Es gibt ein neues iPhone. Es wird immer ein neues iPhone geben. In Zukunft. Und es gibt eine Leere. Das iPhone liegt gut in der Hand. Auch die Leere. Liegt gut in der Hand. Und es wird sie immer geben. Und sie ist – sozusagen – ein Bild, ein riesiger Stapel von Wüstenklischees, der …

Apfelstrudel

Dem sinnlosen Opfertod
Im
Kleinsten also in Handkes für einen Cheeseburger gekrümmtem
Finger

Nachspüren nicht aber
LEERE
Den Empfindungen oder der Natur oder dem
Ich

Sondern Objekten die
Wie
Auf dem Balkon arhythmisch die Ameisen eigene Wege
Gehen

Klage

Vater ich schmecke die Milch im Tee
Und die Amsel im herbstlichen Garten
Indes rechte Recken stramm ewiggestrig
Über die Plätze der Altstadt flanieren

Ich habe die goldene Uhr doch poliert
Mit menschenverachtender Sorgfalt und
Stramm ideologisch doch auf und ab gehe
Ich vor den hohen Fenstern verzweifelt

Wir sprachen ihn doch an den Hintergrund
Aus Hass islamophober Grundstruktur und
Menschenliebe? Was sollen wir …

Sommer

Der Sommer beginnt mit Leere, mit belegten Zungen und nichts zu sagen. Du denkst: „Oh, die ineinandergeschichteten Scheiben blauen Himmels! Wie abgepackter Schmelzkäse.“ Der Sommer beginnt mit dem Wunsch, mit schwarzem Permamarker Wortmaterial an den Betonwänden zu deponieren, und der Sonne beim Trocknen zuzusehen. Der Sommer beginnt, indem er dir das Hirn ausschlürft. Zwei …