There’s plenty of meaning on
Youporn
Und absolut Hammer cool story
Bro
Gewaltig endet so das
Jahr
Erstreckt sich die Eisdecke über
Fakten
Ganz ohne Zweifel
Kommt
Ein neues Jahr ganz ohne Zweifel sind wir alle
Für immer da
There’s plenty of meaning on
Youporn
Und absolut Hammer cool story
Bro
Gewaltig endet so das
Jahr
Erstreckt sich die Eisdecke über
Fakten
Ganz ohne Zweifel
Kommt
Ein neues Jahr ganz ohne Zweifel sind wir alle
Für immer da
I
Zerschlage diese Gewerk-
Schaft
Und füttere mir den puren
Zucker
In mein Hass- und
Zucker-
Goscherl aber liebe-
Voll
Bis zum Anschlag
Ich
Will dich dabei schreien
Hören
II
Dann werden wir
Be-
Friedigter spazieren gehen
Im Park
nique la police
steht auch in wels
auf einer mauer
und emanzipierte frauen –
er meinte es ironisch doch
entblößte seine seele
wir weinten dann gemeinsam
weil es tragisch schien
distinktionsgebärden
hat nur nötig
wer ein hurensohn ist –
japaner aber schwarzes haar
die kreative klasse
ist – en tant que
classe – kaum auszuhalten
man schläft auch nicht mit clowns
der filmasiate schreit
ins telefon im speisewagen
trotz verbot er schlingt
beim essen sicher auch
die kreative klasse
ist – en tant que
classe – kaum auszuschalten
sie rekrutiert ja auch in wels
Die Golden Arches glühen in der Dämmerung wie die Installation eines zeitgenössischen Künstlers. In Ägypten reinigt die Revolution das Land und macht es bereit für die Machtübernahme der Muslimbruderschaft. In klammen Händen halte ich einen Cheeseburger mit Bacon. Ich denke: Ich sehe der liberalen Welt beim Sterben zu. Es ist kalt, die Kälte kriecht, trotz Mantel, Schal und Haube, rasch in alle Ecken und Enden des Körpers. Es ist nichts mehr im Fernsehen. Die Menschen hasten an mir vorüber, einige tragen Hüte. Ein ausuferndes Sozialsystem schafft falsche Anreize. Ich übergebe diesen Körper dem Strömen der Masse; in die eine Richtung halt, weil es nicht die andere ist. Jänner ist der erbärmlichste Monat. Die Frauen unterscheiden sich in dieser Dämmerung, und weil es Winter ist, kaum von den Männern, aber sie haben doch andere Gesichter. Ihnen ist auch kalt, glaube ich. Wir haben unsere Muttersprache verlernt, ich höre uns nur noch englische Phrasen plappern, als wären wir made in USA. Diese von Anglizismen zerfressenen Visagen werden keinen Holocaust mehr planen. Dafür fehlen ihnen schon allein die intellektuellen Voraussetzungen. Dieses Bacon-Aroma ist hervorragend und beendet die Entfremdung im Spätkapitalismus. Was bleibt uns noch zu wünschen übrig? Ich lasse das Papier, in das der Burger verpackt war, achtlos zu Boden fallen. Diese Leute werden dafür bezahlt, so Sachen aufzuheben. Ich esse nur noch processed food, ich höre nur noch sound bites, ich sehe nichts mehr in den Gesichtern der Menschen. Wohin gehen wir? Ich wünsche mir einen Krieg, ich wünsche mir ein Kind, ich wünsche mir den sinnlosen Opfertod im Glauben an irgendein schwachsinniges Ideal.
I
Ich bin durch die klirrenden Straßen
Gegangen
Mit dem Lockenkopf den eisigen Boden
Pflügend
Ich bin durch kältestes Nougat
Und
Die Flure von
Abtreibungskliniken
Wie ein Messer durch Schwarzbrot oder
Kuchen
Hindurch-
Gegangen
II
Ich suchte Europa wie
Ein
Kind das steht und wandert
Stumm
Und statt zu fragen sich
Den
Schädel blutig haut
An
Diesem oder jenem Stück Metall
Und
Nirgends ist Europa nirgends ist die
Welt
III
Sprachlos und kalt und Groß-
Deutschland
Mauern aus sorgsam ineinandergeschichteten
Tränen
Und vielleicht war die Menschenliebe
Unsrer
Plündernden Vorfahren ein Andres als
Fewa Color
Mein Herz steht vor Moskau
Aufgeschnitten
Und serviert dem russischen
Winter
IV
Ich sag es in Talkshows
Und
Schrei es
Hinein
In das Licht wenn wir
Ficken
Europa heilignüchterne
Hure
Dann klirren die
Zerbrochnen
Spiegel so seltsam unter
Der Zunge
Es gibt ein neues iPhone. Es wird immer ein neues iPhone geben. In Zukunft. Und es gibt eine Leere. Das iPhone liegt gut in der Hand. Auch die Leere. Liegt gut in der Hand. Und es wird sie immer geben. Und sie ist – sozusagen – ein Bild, ein riesiger Stapel von Wüstenklischees, der sich stapelt in keinen Räumen, weil er alles ist, was ist; und das iPhone hat eine Kamera.
Es gibt ein iPhone. Ein neues. In Zukunft. Wird es immer. Nur noch Neues geben. Und dazu die passende Leere. Und immer korrespondiert dem leeren Blick auch – sozusagen – jeweils eine abzuphotographierende Leere; so viele Gigabytes. So viele glitzernde Telephone, Telephonate … Soviel zu sagen. So schön: die Leere. Und es wird immer ein iPhone geben. Und jedes neue iPhone wird über eine bessere, ja, eine noch bessere Kamera verfügen – zum Abphotographieren der Leere. Und immer wird es eine Leere geben … Und in jedermanns Sammlung von Klischees das endlich nicht mehr verpixelte Antlitz des einen so sehr geliebten andern Menschen; in Ewigkeit.
Und das iPhone ist die Leere, und die Leere ist das iPhone. Und es liegt in unserer Hand: das iPhone. Liegt gut in unserer Hand. Und es wird das alles immer geben: die Wüste, das iPhone, die Leere. Immer neu. In Zukunft. Und alles ist synchronisiert, alles ist gespeichert – nichts ist verloren. Das iPhone liegt gut in der Hand. Und die Menschen lustwandeln, ein jeder eine makellose, unberührte Oberfläche, so rein wie ein blankpolierter Metallspiegel – sozusagen -, in den Kalifornischen Gärten. Und sie verschwimmen in der pazifischen Leere.
Dem sinnlosen Opfertod
Im
Kleinsten also in Handkes für einen Cheeseburger gekrümmtem
Finger
Nachspüren nicht aber
LEERE
Den Empfindungen oder der Natur oder dem
Ich
Sondern Objekten die
Wie
Auf dem Balkon arhythmisch die Ameisen eigene Wege
Gehen
Vater ich schmecke die Milch im Tee
Und die Amsel im herbstlichen Garten
Indes rechte Recken stramm ewiggestrig
Über die Plätze der Altstadt flanieren
Ich habe die goldene Uhr doch poliert
Mit menschenverachtender Sorgfalt und
Stramm ideologisch doch auf und ab gehe
Ich vor den hohen Fenstern verzweifelt
Wir sprachen ihn doch an den Hintergrund
Aus Hass islamophober Grundstruktur und
Menschenliebe? Was sollen wir denn jetzt
Noch tun? What shall we ever do?
Der Sommer beginnt mit Leere, mit belegten Zungen und nichts zu sagen. Du denkst: „Oh, die ineinandergeschichteten Scheiben blauen Himmels! Wie abgepackter Schmelzkäse.“ Der Sommer beginnt mit dem Wunsch, mit schwarzem Permamarker Wortmaterial an den Betonwänden zu deponieren, und der Sonne beim Trocknen zuzusehen. Der Sommer beginnt, indem er dir das Hirn ausschlürft. Zwei Schwalben machen dann August, und gegen den Schmerz gibt es belegte Brote und Techno. Die Wiesen sind auch in der Stadt unendlich. Die Wünsche sind zerschnitten und zu Girlanden geflochten, du selbst bist in Schleifen über all die Kapitalismen der letzten Jahrtausende drapiert, damit es schön aussieht. Und oh, die Arbeiter teeren die Straßen, und es gibt keinen Zebrastreifen mehr! August ist dann vergangen, und einsam trinkst du Red Bull im Schatten, zitternd an sämtlichen Gliedern.